ErfahrungsWERTE

Glossar

Was bedeutet eigentlich....

Resilienz, Gesundheitsförderung, Grashalm als Symbol

Resilienz


Zum Begriff Resilienz findet man je nach Autor, Forschungsbereich etc. verschiedene Definitionen und Übersetzungen.

Im Bereich der Psychologie und Medizin wird damit im Kern die "seelische Widerstandskraft", (...) die "Fähigkeit zu Belastbarkeit und innerer Stärke" bzw. die Fähigkeit von "Menschen ihre psychische Gesundheit trotz widriger Lebensumstände aufrechtzuerhalten oder sie nach einer Krise zurückzugewinnen" bezeichnet.

Stangl, W. (2019). Stichwort: 'Resilienz'. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
WWW: https://lexikon.stangl.eu/593/resilienz/ (2019-08-04)

Als Bilder für den Begriff Resilienz werden umgangssprachlich verschiedene Motive herangezogen:

- der Fels in der Brandung
- das Stehaufmännchen
- der Lotus-Effekt / Dinge an sich "abperlen" lassen usw.

Diese Bilder sind durchaus "sprechend". Allerdings finden sich darin wesentliche Aspekte, die im Begriff Resilienz ebenfalls mitgedacht werden, zum Teil nicht ganz wieder.

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Resilienz, Gesundheitsförderung, Recovery

Recovery 


Deutsche Übersetzungen für den englischen Begriff „Recovery“ sind u.a. Genesung, Gesundung, Erholung, Wiederherstellung, Rückgewinn.

In vielen professionellen Bereichen und vor allem auch seitens vieler "Betroffener" wird der Begriff aber weit vielschichtiger gefasst. Im Folgenden Auszüge eines Zitats, dem ich mich voll anschließen kann:

«Recovery ist ein zutiefst persönlicher, einzigartiger Veränderungsprozess (...). Es ist ein Weg, um ein befriedigendes, hoffnungsvolles und konstruktives Leben (...) zu leben (....) während man gleichzeitig über die katastrophalen Auswirkungen von psychischer Krankheit hinauswächst."
   -
William Anthony, PhD, Professor Emeritus, Boston University; Center for Psychiatric Rehabilitation

Hierzu passen auch Ergebnisse aus der Traumaforschung, die oft unter den Begrifflichkeiten "posttraumatic growth" bzw. "posttraumatisches Wachstum" erforscht und beschrieben werden.

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Resilienz, Gesundheitsförderung, Salutogenese

Salutogenese


Der Begriff er Salutogenese ist eine Wortschöpfung, angelehnt an den Begriff der Pathogenese in der Medizin:

Pathos (gr.) = Leiden, Krankheit, Schmerz
Genese (gr.) = Entstehung

Salus (lat.) = Unverletzlichkeit, Heil

salus (lat.) = gesund 

Eingeführt wurde der Begriff der Salutogenese von A. Antonovsky (israelisch-amerikanische Medizinsoziologe und Stressforscher (1923-1994)). 


Vereinfacht gesagt steht hinter dem Begriff der Salutogenese  die Frage "Was hält Menschen gesund", anstelle der zuvor in der (westlichen) Medizin dominierenden Frage "Was macht Menschen krank"?

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(...) Es geht sozusagen darum, das "seelische Immunsystem" zu stärken.

Wichtig für unsere persönlichen Selbsthilfemöglichkeiten: es gibt viele Faktoren und Ressourcen, die wir selbst stärken und fördern können. 

Und dabei geht es keineswegs immer nur um Verzicht und Verbote.